Kontakt:

 

Aktionsbündnis salzfreies Märchenland e.V.

Vors. Wolfgang Wiest

 

info@aktionsbuendnis-salzfreies-maerchenland.de

 

 

Unser Spendenkonto:

Kasseler Bank eG
IBAN: DE38 5209 0000 0080 6568 07
BIC: GENODE51KS1

Unsere Ziele und das "WARUM" wir aktiv sind - sein müssen:

Wir sind das

"Aktionsbündnis salzfreies Märchenland e. V."

und engagieren uns als Verein um ein erhaltenswertes und lebenswertes Märchenland Reinhardswald und dessen benachbarter Umgebung im Dreiländereck zw. Nordhessen, Ost-Westfalen und Südniedersachsen!

 

Wir sind ein Zusammenschluss natürlicher und juristischer Personen, der aus dem Widerstand gegen ein Vorhaben der K+S AG mit Sitz in Kassel erwachsen ist.

Dieses Vorhaben der K+S AG ist die Einleitung salzproduktionsbedingten Industrieabwassers in die Oberweser und der dazu vermeintlich notwendige Bau eines sog. Stapelbeckens als Zwischenspeicher in unserer Region -

 

der Märchenlandregion!

 

 

Aktuelle Presse und Infos:

Aktion geglückt:

Die Hessenschau berichtet über die größte Demonstration gegen K+S, die es je gegeben hat!

Mit einer mehr als zwei Kilometer langen Menschenkette haben 2.000 Anwohner am Samstag gegen einen geplanten Salzsee in Oberweser protestiert.

Einhellige Meinung das Projekt der Müllverklappung in die Landschaft des Märchenlandes ist "unvorstellbar"!

 

Weitere Materialien zum Download für die Aktion Menschenkette:

LAGEPLAN zum Aufruf zur Demo!
2016-06-18 Menschenkette, Demo-Aufruf La
JPG Bild 145.2 KB
Demonstrationsaufruf!
2016-06-18 Menschenkette, Demo-Aufruf.jp
JPG Bild 289.1 KB
Demonstrationsaufruf - Einladung der Vereine
2016-06-18 Menschenkette, Einladung Vere
JPG Bild 242.1 KB
Demonstrationsaufruf - Einladung der Vereine mit Lageplan
2016-06-18 Menschenkette, Einladung Vere
JPG Bild 271.3 KB

Die Jahreshauptversammlung bewies: Wir sind weiter aktiv! Und wie!

 

Pressemeldung, 29. Mai 2016:

 

Jahreshauptversammlung des Aktionbündnis Salzfreies Märchenland e.V.

 

 

 

Das Aktionsbündnis Salzfreies Märchenland wählte in der Jahreshauptversammlung turnusmäßig den Vorstand neu. Neuer Vorsitzender ist der bisherige Stellvertreter Wolfgang Wiest, sein Vorgänger Markus Mannsbarth bleibt dem Vorstand als Beisitzer erhalten. Neuer zweiter Vorsitzender ist Rainer Lenzing, der schon lange Zeit  gegen die Versalzung von Werra und Weser aktiv ist. Sylvia Träger (Schriftführung), Diana Hartgen (Kassiererin) und die Beisitzer Hildegard Gunkel-Becker, Günter Ebel und Peter Nissen bleiben dem Verein erhalten, zusätzlich wird Reinhold Jäger als Beisitzer gewählt. Der alte und der neue Vorstand des Aktionsbündnis Salzfreies Märchenland dankt allen Unterstützerinnen und Unterstützern für ihre Mitarbeit und bittet um weitere tatkräftige Mithilfe für das gemeinsame Ziel sauberer Süßwasserflüsse und der Erhaltung der Kulturlandschaft.

 

Vor dem Hintergrund der voranschreitenden Arbeiten zur Vorbereitung der Oberweserpipeline sind die Aktivitäten des Vereins unvermindert wichtig. Insbesondere die Information der Öffentlichkeit und die Wahrnehmung der im Verfahren vorgesehenen Beteiligungs­möglichkeiten müssen unbedingt wahrgenommen werden, nicht zuletzt als Zeichen für den Konzern und die Regierung, dass die Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger unvermindert hoch ist. Dies erscheint insbesondere vor dem Hintergrund der ungeheuerlichen Vorwürfe unzulässiger Absprachen und wissentlich rechtswidrig erteilter Genehmigungen, die seit den Veröffentlichungen in „Spiegel“ und „Wirtschaftswoche“ im Raum stehen, sowie die Untersuchungen des Verwaltungsgerichts Kassel nach der Anklageerhebung durch die Staatsanwaltschaft Meiningen notwendig.

 

Die Vereinsarbeit für das Ziel, die Umweltschädigung durch salzhaltige Industrieabwässer zu beenden und dazu weitere Verklappungsstellen, Pipelines und Stapelbecken zu verhindern, erfolgt auch zukünftig in mehreren Bereichen: Aktionen anderer Organisationen sollen unterstützt werden, wie z.B. die Menschenkette am 18.06. in Wahlsburg. Weiter wird die Vernetzung intensiviert, so dass, falls ein Planfeststellungsverfahren für Anlagen zur fortgesetzten Umweltverschmutzung abgeschlossen werden sollte, eine Klägergemeinschaft rechtlich dagegen vorgehen kann. Außerdem werden weiterhin alle Möglichkeiten in Beteiligungsverfahren ausgeschöpft mit dem Ziel, einen Kurswechsel in der Politik zu erreichen, so wie das in vielen anderen Branchen durch erheblichen öffentlichen Druck erfolgte, heute sind bereits die rechtlichen Voraussetzungen in Form der Wasserrahmenrichtlinie gegeben, so dass dieses Ziel durchaus erreichbar ist. Die Forderungen dazu richten sich an alle Akteure:

 

Wir fordern von K+S:          

 

1.    Sofortiger Start der Entwicklungsarbeiten zur Umsetzung der bekannten effizienten und abstoßfreien Aufbereitungsverfahren, damit die Umwelt und die Rohstoff-Vorräte geschont werden und die Betriebszeit länger wird als nach den aktuellen Plänen.

 

2.    Sofortiger Stopp der Versenkung: Im Antrag zur Oberweserpipeline steht (A01 KapA, S. 26): „Seit 2014 produziert der Standort Unterbreizbach salzabwasserfrei“ Betriebsstillegung dort mit reduzierter Versenkerlaubnis zu begründen, ist nicht glaubwürdig, der Markt für niedrigpreisiges Kaliumchlorid ist übersättigt.

 

3.    Schluss damit, Arbeitsplätze gegen Gewässerschutz auszuspielen, die Menschen wissen längst, dass nur nachhaltige Produktion auch langfristig Arbeit gibt!

 

4.    Stopp jedweder Pipelineplanungen

 

5.    Stopp der Haldenerweiterung, stattdessen Weiterentwicklung und Anwendung des Versatzbergbaus

 

6.    Entwicklung von Konzepten für einen Haldenrückbau

 

 

Wir fordern von den Behörden:

 

1.    Abbruch des Raumordnungsverfahrens für Oberweserpipeline und Stapelbecken wegen der Widersprüche zum Bewirtschaftungsplan, der den Rechtsrahmen darstellt

 

2.    Abzug aller Mitarbeiter aus dem Verfahren, die mit den Kollusionsvorwürfen in Verbindung gebracht werden können

 

3.    Höchste Gewichtung der Stellungnahmen der Fachbehörden HLUG und TLUG, keine Kompromisse beim Trinkwasserschutz!

 

 

Wir fordern von Regierung, Politik und Justiz:

 

1.    Schnellere Bearbeitung von Klagen und Anzeigen: 8 Jahre zwischen Anzeige und Anklage sind zu viel! Klagen gegen Genehmigungen müssen schnell bearbeitet werden und zur inhaltlichen Rechtsprechung kommen.

 

2.    Die Kollusionsvorwürfe sind so schwerwiegend, dass zur Erhaltung der Glaubwürdigkeit sofort eine Überprüfung der bestehenden Genehmigungen durch eine neutrale Behörde erfolgen muss. Außerdem müssen die laufenden Verfahren einer neutralen Behörde übertragen werden.

 

3.    Die Fachaufsicht muss aktiv und transparent ausgeübt werden. Wir fordern eine umgehende, ausführliche und öffentliche Berichterstattung zu den Vorwürfen der Einflussnahme durch K+S und den Aktenmanipulationen.

 

4.    Die Widersprüche zwischen der Wasserrahmenrichtlinie und dem Bewirtschaftungsplan Salz sind nach wie vor nicht ausgeräumt. Zur Abwendung des EU-Vertragsverletzungsverfahrens müssen die politischen Rahmenbedingungen rechtskonform gesetzt werden, also ist die Versenkerlaubnis sofort zu widerrufen und die Grenzwerte in den Flüssen sind so festzulegen, dass abstoßfreie Verfahren zwingend werden.

 

5.    Anpassung der Merkblätter für „Beste verfügbare Technik“ für den Umgang mit Rückständen aus dem Kali-Bergbau an den Stand des Wissens

 

6.    Anwendung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes: Vermeiden – Verwerten – Entsorgen

 

7.    Kostendeckende Abwasser- und Reststoffgebühren und Anschlusszwang, dies bedeutet: 

 

·      Gleichbehandlung der Kali-Industrie und aller anderen, die Abwasser abgeben.

 

·      Freisetzung von Mitteln, mit denen von Dritten oder der öffentlichen Hand Eindampfanlagen finanziert werden können bzw.

 

·     Schaffung von Anreizen für K+S zur Anwendung abstoßfreier Verfahren

 

·     Schaffung neuer Arbeitseinkommen durch zusätzliche Verfahrensschritte mit optimierter Ausbeute unter Schonung der endlichen Kali-Ressourcen

 

Protestaktion gegen die Umweltverschmutzung durch Salzabstoß vor der Hauptversammlung der K+S AG

Hofgeismar, 9. Mai 2016:

 

Das Aktionsbündnis Salzfreies Märchenland unterstützt die Aktion des BUND anlässlich der Hauptversammlung der Aktionäre der K+S AG und wird auch in der Aktionärsversammlung die Position der Umweltschützer in einem Redebeitrag vertreten. 

Mit der Aktion wollen Bürgerinnen und Bürger, die sich um unser Lebensmittel Nr. 1, das Trinkwasser, begründet Sorgen machen, ihren Forderungen an den Konzern K+S, die Genehmigungsbehörden und die Aufsicht führende Regierung erneut Ausdruck verleihen. 

Die ungeheuerlichen Vorwürfe unzulässiger Absprachen und wissentlich rechtswidrig erteilter Genehmigungen, die seit den Veröffentlichungen in „Spiegel“ und „Wirtschaftswoche“ im Raum stehen, sowie die Untersuchungen des Verwaltungsgerichts Kassel nach der Anklageerhebung durch die Staatsanwaltschaft Meiningen haben bei den Umweltschützern zu großem Vertrauensverlust in die rechtmäßigen Abläufe bei den Genehmigungen geführt. „Die Verwunderung über die fortwährende Genehmigung der Aufhaldung und Verklappung salzhaltiger Industrierückstände in die Natur ist Entsetzen und Empörung gewichen“, so Prof. Wolfgang Wiest vom Aktionsbündnis Salzfreies Märchenland. 

 

Der Geschäftsbericht der K+S AG weist für 2015 ein operatives Ergebnis (EBIT I) von 781,6 Mio. aus. Dagegen bewegen sich die Ausgaben für Forschung und Entwicklung mit nur 14,7 Mio, auf dem Niveau derer für Beratung, Gutachten und Anwaltskosten von 12,7 Mio. Forschung derart marginal zu betreiben und dann im Antrag auf eine Pipeline zur Direktversalzung der Weser zu schreiben (ROV-Antrag, A01 KapA, S.6): „Das Vorhaben einer Ergänzungsfernleitung inklusive einer Speicherbecken-anlage … würde einen weiteren Entwicklungsprozess des Standes der Technik darstellen“ ist empörend. Seit 2008 sind abstoßfreie Verfahren zur Aufbereitung des Rohsalzes bekannt, nicht zuletzt das Umweltbundesamt hat die Machbarkeit dieser Verfahren bestätigt und festgestellt, dass es entsprechender politischer Rahmenbedingungen bedarf, um diese Verfahren durchzusetzen. Wenn aber das Verhalten der Genehmigungsbehörde den Niedersächsischen Umweltminister veranlasst, im Nordwestradio am 10.02.2016 zu sagen: „das ist eine Servilität die ich von öffentlichen Behörden eigentlich nicht gewohnt bin und auch nicht akzeptieren kann…“ dann sollte das im Zusammenhang mit den Kollusionsvorwürfen Handlungsaufforderung genug sein für die Hessische Landesregierung. Doch dort wird die Fachaufsicht durch Berichtsanforderung an das RP und Zuwarten erledigt (33. Sitzung des Umweltausschusses, 17.03.2016). 

Für eine nachhaltige, umweltgerechte und langfristig Arbeitsplätze sichernde Kaliproduktion müssen sich der Konzern, die Genehmigungsbehörden und die Politik zu ihrer Verantwortung bekennen und entsprechend ihren Leitlinien (Corporate Social Responsibility) und ihrem Regierungsauftrag im Sinne der Menschen und ihrer Umwelt handeln.  

 

Wir fordern von K+S:  

  1. Sofortiger Start der Entwicklungsarbeiten zur Umsetzung der bekannten effizienten und abstoßfreien Aufbereitungsverfahren, damit die Umwelt und die Rohstoff-Vorräte geschont werden und die Betriebszeit länger wird
  2. Sofortiger Stopp der Versenkung: Im Antrag zur Oberweserpipeline steht (A01 KapA, S. 26): „Seit 2014 produziert der Standort Unterbreizbach salzabwasserfrei“ Betriebsstillegung dort mit reduzierter Versenkerlaubnis zu begründen, ist nicht glaubwürdig, der Markt für niedrigpreisiges Kaliumchlorid ist übersättigt.
  3. Schluss damit, Arbeitsplätze gegen Gewässerschutz auszuspielen, die Menschen wissen längst, dass nur nachhaltige Produktion auch langfristig Arbeit gibt! 
  4. Stopp jedweder Pipelineplanungen
  5. Stopp der Haldenerweiterung, stattdessen Weiterentwicklung und Anwendung des Versatzbergbaus
  6. Entwicklung von Konzepten für einen Haldenrückbau 

 

Wir fordern von den Behörden: 

  1. Abbruch des Raumordnungsverfahrens für Oberweserpipeline und Stapelbecken wegen der Widersprüche zum Bewirtschaftungsplan, der den Rechtsrahmen darstellt
  2. Abzug aller Mitarbeiter aus dem Verfahren, die mit den Kollusionsvorwürfen in Verbindung gebracht werden können
  3. Höchste Gewichtung der Stellungnahmen der Fachbehörden HLUG und TLUG, keine Kompromisse beim Trinkwasserschutz!

 

Wir fordern von Regierung, Politik und Justiz: 

  1. Schnellere Bearbeitung von Klagen und Anzeigen: 8 Jahre zwischen Anzeige und Anklage sind zu viel! Klagen gegen Genehmigungen müssen schnell bearbeitet werden und zur inhaltlichen Rechtsprechung kommen.
  2. Die Kollusionsvorwürfe sind so schwerwiegend, dass zur Erhaltung der Glaubwürdigkeit sofort eine Überprüfung der bestehenden Genehmigungen durch eine neutrale Behörde erfolgen muss. Außerdem müssen die laufenden Verfahren einer neutralen Behörde übertragen werden. 
  3. Die Fachaufsicht muss aktiv und transparent ausgeübt werden. Wir fordern eine umgehende, ausführliche und öffentliche Berichterstattung zu den Vorwürfen der Einflussnahme durch K+S und den Aktenmanipulationen.
  4. Die Widersprüche zwischen der Wasserrahmenrichtlinie und dem Bewirtschaftungsplan Salz sind nach wie vor nicht ausgeräumt. Zur Abwendung des EU-Vertragsverletzungsverfahrens müssen die politischen Rahmenbedingungen rechtskonform gesetzt werden, also ist die Versenkerlaubnis sofort zu widerrufen und die Grenzwerte in den Flüssen sind so festzulegen, dass abstoßfreie Verfahren zwingend werden

 

Aktionsbündnis Salzfreies Märchenland äußert sich kritisch zur Aussetzung des Raumordnungsverfahrens zur Oberweserpipeline

 

Hofgeismar, 25.2.2016

Das Aktionsbündnis Salzfreies Märchenland sieht sich in seiner Position bestätigt, dass die Eröffnung des Raumordnungsverfahrens mangels Aussicht auf Genehmigungsfähigkeit der beantragten Oberweserpipeline eine Verschwendung knapper Ressourcen ist. Deshalb sind alle Maßnahmen zu begrüßen, die in Richtung einer endgültigen Einstellung des Verfahrens weisen.

Es ist aber zu beachten, dass das Verfahren bisher nur "zunächst ausgesetzt", also keineswegs beendet ist.

 

Damit bleibt auch die Frist zur Einreichung von Stellungnahmen beim 29. Februar bestehen. Es stellt sich allerdings die Frage, warum das Verfahren nicht ganz eingestellt wird, sind doch die Differenzen zwischen dem "Masterplan Salz" und den Antragsunterlagen dem Ministerium wohl bekannt.

Der Öffentlichkeit ist von diesem Plan lediglich eine knappe Zusammenfassung zugänglich, eine unabhängige fachlich fundierte Auseinandersetzung ist daher nicht möglich. Die Zusammenfassung lässt allerdings vermuten, dass die Maßnahmen die Anforderungen an Konkretheit, nachgewiesener Machbarkeit und Wirksamkeit erneut weit verfehlen. Demzufolge ist zu befürchten, dass nach dem Beschluss des Bewirtschaftungsplans das ausgesetzte Raumordnungsverfahren für die Oberweserpipeline wieder aufgenommen wird, denn das liegt alleine im Ermessen der Hessischen Behörden und Ministerien.

Misstrauen ist in diesem Fall nicht aus der Luft gegriffen, denn durch den Bericht der "Wirtschaftswoche" über die Anklage der Staatsanwaltschaft Meiningen gegen K+S und Mitarbeiter des Thüringischen Landesbergamts wegen illegaler Versenkung von Salzabwässern und deren ebenso illegaler Genehmigung sowie den Vorgängen im Regierungspräsidium Kassel kam ein andauernder Skandal ans Tageslicht. Die Hürden für eine Anklage sind hoch, erst acht Jahre nach der Strafanzeige und nach einer groß angelegten Razzia erfolgte die Anklage; es ist also von substanziellen Vorwürfen auszugehen. Geologie kennt keine Landesgrenzen, daher liegt die Vermutung nahe, dass auch die Versenkerlaubnis in Hessen rechtswidrig ist, die wider die Einschätzungen der Fachleute des Hessischen Landesamts für Umwelt und Geologie erlassen wurden. "Vor dem Hintergrund der Vorwürfe gegenüber dem Regierungspräsidium bezüglich der zu engen Zusammenarbeit mit der Antragstellerin ist das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger zutiefst gestört und wir fordern, dass alle K+S betreffenden Verfahren sofort von neutraler Stelle überprüft und dort weiter geführt werden" so Wolfgang Wiest vom Aktionsbündnis Salzfreies Märchenland.

 

 

Dazu: Stellungnahme des Aktionsbündnis im Volltext zum Download:

Stellungnahme des Aktionsbündnis slazfreies Märchenland zum Raumordnungsverfahren
2016 02 16 ASM_Einwendungen ROV.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.0 MB

Die Ortsbeiräte der Region Nordhessen sind sich einig: Kein Industriesondermüll in Stapelbecken zur Verklappung zwischenlagern! Beispiel: Hümme

exemplarisches Beispiel einer Stellungnahme: Ortsbeirat Hofgeismar-Hümme
.

Laden Sie sich hier eine beispielhafte Stellungnahme nach § 15 ROG i. V. m. d. HLPG sowie § 6 UVPG herunter:
Der Ortsbeirat Hümme bezieht Stellung zum Raumordnungsverfahren (ROV) zur überregionalen Entsorgung der Salzabwässer aus dem hessisch-thüringischen Kalirevier an die Oberweser (Rohrfernleitungsanlage), Vorhabensträger: K + S KALI GmbH, Kassel
.
160210 Ortsbeirat Hümme zu RVO KundS.pdf
Adobe Acrobat Dokument 38.3 KB

Stand der Dinge in Sachen K+S-Umweltschäden

Der Konzern

Im Dez. 15 scheitert erstmals ein Antrag auf weitere Versenkung, worauf direkt mit Betriebsschließung gedroht wird und trotz leerer Stapelbecken vor Ort und reichlich Wasser in der Werra Kurzarbeit gemacht wird. Obwohl im Versenk-Antrag behauptet wird, Unterbreizbach arbeite abstoßfrei, wird auch dort der Betrieb gedrosselt. Der Kali-Markt ist schwierig, die KCl-Lager voll. Der Konzern wiederholt in seiner „Aktuellen Stellungnahme“ (KLICK), dass er die Maßnahmen im Masterplan für nicht durchführbar hält und beharrt auf der Umsetzung des 4-Phasen-Plans. Im Antrag für die Haldenerweiterung in Hattorf schreibt er klar, dass Haldenwasser unter Tage sicherheitstechnisch undenkbar sind und dass die Abdeckung der Halden nicht Stand der Technik sind. Der Aktienkurs sinkt weiter, die Gewinnaussichten sind aber immer noch sehr gut.

 

Der Genehmigungsprozess

Die Grenzwertabsenkung zum 01.12.15, Bestandteil der Genehmigung vom 30.11.2012, wird aufgehoben, damit gilt weiter der Kriegswert von 2.500 mg/m³. Dagegen gilt noch die laufende Klage der Klägergemeinschaft. Am 18.12. wird die weitere Versenkung bis Ende 2016 genehmigt, die schlichte Begründung: so viel, wie diffus irgendwo wieder aus der Erde quillt (750.000m³), wird schon nichts machen. Wenn das 3D-Modell kalibriert ist, soll damit die Unbedenklichkeit nachgewiesen werden und die Versenkung wunschgemäß bis 2021 erlaubt werden (2 Mio. m³). Der BUND klagt dagegen. Wenn aber beides durchgeht, muss nur noch die bereits in Aussicht gestellte Einleitegenehmigung in Gieselwerder erteilt werden und damit ist der Weg für die Oberweserpipeline geebnet.

Das Raumordnungsverfahren wird eingeleitet wie von K+S beantragt, also mit den 5 Mio m³ pro Jahr. Wenn dann erwartungsgemäß die Maßnahmen im Bewirtschaftungs- / Masterplan nicht greifen, weil technisch nicht umsetzbar, sind wir wieder beim 4-Phasen-Plan, also weiter wie bisher, nur ein Teil geht in die Weser statt unter die Erde und in die Werra.

Die Haldenerweiterung in Hattorf ist schon in der Planfeststellung, 7 ha Wald dürfen schon gerodet werden, insgesamt ca. 70 ha. Der BUND hält als Verband mit Stellungnahmen usw. dagegen.

 

Die Politik

Der BWP – Entwurf ist bei der EU durchgefallen, die Einwendungen haben gefruchtet. Also hat der Weserrat schnell einen neuen Plan („Ergänzung“) geschrieben, den Masterplan. Der ist nicht öffentlich, aber alle wissen, was drin steht: im Wesentlichen zwei ungedeckte Schecks: Die Haldenabdeckung schneller und größer (ist bisher nie gelungen, Materialien sind i.d.R. Sondermüll aus Schlacken und Filterstäuben, 2010 Abrutsch-Havarie in Sigmundshall) sowie Salzlaugen untertage einstapeln (geht nicht wegen der Auflösung der Stützpfeiler). Sonst noch: Produktion drosseln oder „Werra-Bypass“, d.h. kleinere Pipeline. Damit wären alle froh: Niedersachsen hätte einen Pegel so weit flussabwärts (Boffzen), dass dort die Weser verdünnt genug wäre, NRW ebenso, Thüringen hätte die Versenkung vom Tisch, und Hessen hätte den Konzern geschont, denn es gibt ja den Machbarkeits-Vorbehalt.

Ein Problem haben alle, weil jemand gemerkt hat, dass K+S auf Basis des 4-Phasen-Plans Anträge stellt. Jetzt will Niedersachsen die Zustimmung zum BWP verweigern. Was die Kommission wirklich zu der Masterplan-Packung sagt, ist öffentlich nicht bekannt. Öffentlich wird Zustimmung gemeldet. DIE LINKE im Hess. Landtag stellt Antrag um Antrag zum Thema und greift Hinz massiv an.

 

Die Gegner / Umweltschützer / BI…

Versuchen sich zu vernetzen und alles öffentlich zu machen, was geht; bereiten Klage gegen Oberweser-Pipeline vor (nach Planfeststellungsbeschluss) in Form einer Klägergemeinschaft; schreiben Einwendungen; Stellungnahmen, planen einen Auftritt auf der Aktionärsversammlung….

 

BUND und andere stellen sich gegen die Pläne:

Laugenverpressung:


BUND und Angelverband VANT stellen Strafanzeige gegen K+S-Vorstand und RP Kassel


Lesen Sie den ganzen Artikel und die Pressemeldung hier im original bei BUND!

Merke: es geht auch ohne Salzabwasser!

Bitte auf das Bild klicken für nähere Informationen!

Wir sind nicht allein im Kampf:

Petition gegen die Abwassereinleitung:

Informiere Dich auch auf:

www.wasser-in-not.de

Wichtiges Infoportal zur Kali- und Salz-Problematik!!

Eine Aktion betroffener Bürger: Die Landwirte stehen mit auf - gegen Industrieabwässer in der Landschaft:

Die Landwirte von Hümme machen ein klares Bekenntnis für die Natur und wider den Wahnsinn
Die Landwirte von Hümme machen ein klares Bekenntnis für die Natur und wider den Wahnsinn

Mai 2014:

 

Am 31. Mai 2014 hängen eininge Landwirte von Hümme stellvertretend für alle Berufskollegen des Ortes und der Umgebung mit einem Banner Ihre Meinung mit wenigen Worten und prägnentem Bild weit lesbar auf:

 

SALZSEE - NEIN DANKE!